Aus unserem Photoalbum:
Vortrag mit Jesper Juul an der Erlebnisschule
Titel: Aus Erziehung wird Beziehung

Kinder lernen nicht durch Erziehung, sondern durch Beziehung. Sie haben von Geburt an soziale Fähigkeiten und können verantwortlich sein. Für die Eltern geht es darum sich und die eigenen Werte zu entdecken und weiter zu entwickeln, zu lernen sich in einer persönlichen Sprache auszudrücken und die elterliche Führung wahrzunehmen, um ein optimales Wachstum aller Familienmitglieder zu ermöglichen.
„Es ist ein populäres Missverständnis in der Erziehung, dass Kinder Grenzen brauchen. Es sind vielmehr die Eltern, die zeigen müssen, wo ihre eigenen Grenzen sind.“ Jesper Juul
„Erziehen Sie Kinder nicht zu Gehorsam, sondern zu Mitverantwortung.“ Jesper Juul

Jesper Juul, 1948 in Dänemark geboren, ist Familientherapeut, Konfliktberater, Autor von Erziehungsklassikern und gefragter Redner auf Bildungsveranstaltungen.
Er war bis 2004 Leiter des „Kempler Institute of Scandinavia“ in Odder, nahe Aarhus, das er 1979 gründete. Er ist Gründer und Curriculum Leiter der internationalen Organisation familylab, einer Anlaufstelle für Eltern, die sich gemeinsam mit ihren Kindern weiter entwickeln wollen.
Jesper Juuls Gedanken zum Kind:
Ein Kind ist von Geburt an sozial und emotional ebenso kompetent wie ein Erwachsener. Diese Kompetenz, die sich entsprechend der kindlichen Reife äußert, muss ihm nicht erst durch Erziehung beigebracht werden. Traditionelle Erziehung benutzt nach Juuls Auffassung überwiegend verbale Strategien. Dabei wird ignoriert, dass Kinder Verhalten durch Imitation lernen. Kinder müssen beobachten und experimentieren dürfen, dann fügen sie sich durch Nachahmung in die Kultur ein.
Ein ständiger Strom von Ermahnungen und Erklärungen bewirkt, dass das Kind sich dumm oder falsch fühlt. Auch wenn der Umgangston freundlich und verständnisvoll ist, wird damit die Botschaft gesendet: "Du bist nicht richtig!" und so dem Selbstbild und dem Selbstwertgefühl des Kindes großer Schaden zugefügt.
1. Dezember 2011
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